Archiv für November 2010

Otfried Nassauer: Militärische Zukunftskonzepte und Technologie

Raum MA 548. In seinem Workshop wird Otfried Nassauer insbesondere auf die neue NATO-Strategie eingehen, die vor kurzem verabschiedet wurde. Es geht um militärische Zukunftskonzepte und Technologien, wie auch die deutsche Sicherheitspolitik. Rüstungskontrolle und Abrüstungsprozesse (START, ABM, CFE, NW, Ottawa-Prozeß) sind Teil des sicherheitspolitischen Themenspektrum.

Otfried Nassauer ist Direktor des BITS , d.h. des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit. Er ist freier Journalist , Gründer des Zentrums und im Vorstand des Fördervereins. Das Informationszentrum ist einer der wenigen sicherheitspolitischen „THINK TANKS“ in Deutschland.

Frieden gibt’s nur ohne Krieg.

Wieso ist Deutschland im Krieg? Warum dürfen Bundeswehroffiziere an Schulen agitieren? Was haben Islamfeindlichkeit, Überwachungsstaat und Kriegseinsätze miteinander zu tun? Werden an unseren Unis die Massenvernichtungswaffen von morgen entworfen? Gibt es überhaupt Frieden im Kapitalismus? Warum führen Verteidigungsbündnisse Angriffskriege? Raus aus Afghanistan – wie soll das gehen? Wie können wir Proteste gegen Krieg und Militarisierung verstärken?

Wir haben noch viele weitere Fragen. Um mit Euch zu diskutieren und nach Antworten zu suchen, laden wir euch ein zum Antikriegskongress vom 26.-28. November 2010 an der TU Berlin.

Los geht es am Freitagabend mit einem Podium zum Afghanistan-Krieg, anschließend diskutieren wir mit dem Regisseur des Filmes „Deadly Dust“. Am Samstag geht es dann um die Militarisierung der Außenpolitik einerseits und die Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft andererseits. In zwei großen Workshopphasen werden antimilitaristische Themen in offenen Diskussionen weiter vertieft – es gibt auch jeder Zeit die Möglichkeit, einen eigenen Workshop zu beginnen – und bei Ausstellungen, Info- und Bücherständen kann sich jede_r selbst informieren. Am Abend spielt die Berliner Compagnie das Theaterstück „Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch“. Am Sonntag schließen wir wir mit einer großen Diskussion über die Perspektiven für eine stärkere Antikriegsbewegung. Wir möchten mit Euch Strategien für den Widerstand gegen Krieg, Rüstung und Militarisierung entwerfen.

Die mit namhaften Referent_innen besetzten Podien und Workshops brauchen Eure lebhafte Teilnahme!

Infos und Programm: http://antikrieg.blogsport.de/

Kontakt: antikriegberlin@googlemail.com

Liebe Grüße und bis zum 26. November 2010!

Eure Kongress-Vorbereitungsgruppe

Christoph Hörstel: „Krieg gegen den Terrorismus“

Raum MA 642. In „Brandherd Pakistan. Wie der Terrorkrieg nach Deutschland kommt“ von 2008 auf Seite 129, das Jahr 1985 betreffend, überfällt Hörstel die Frage: Was würdest du tun , wenn du keine Angst hättest? Die Antwort findet er mit folgenden Formulierungen: „Und nun diese völlig irrwitzige Frage , die mich traf wie ein Geschoß. Ich wußte sofort, was ich täte, so ganz ohne Angst , diesen ständigen Tudor der Menschen: Dorthin gehen wo es am schlimmsten ist – und anfangen zu helfen.
Im NEUEN DEUTSCHLAND vom 21. April 2010 ist unter dem Titel „Wen die Bombe trifft“ eine Analyse von Hörstel zu lesen, die den ausgedehnten Straßenbombenbau insbesondere an der afghanisch-pakistanischen Grenze (eine tödliche Lehmhütten-Industrie) beschreibt – die Geheimdienste wissen Bescheid und erkaufen nach Bedarf die Gunst derer, die das Geschehen bestimmen. In dieser Zeit waren wieder vier tote Deutsche aus dem Hindukusch auszufliegen.

Christoph R. Hörstel, geb. 1956 in Bremen, lebt derzeit mit seiner Familie in Deutschland. Hörstel studierte Betriebswirtschaftslehre, Sinologie, Französisch und Spanisch und leistete den Wehrdienst in der Bundeswehr. Ab 1985 war er beim ARD-Fernsehen als Sonderkorrespondent, später auch als Nachrichtenmoderator mit 2500 Live-Sendungen sowie als leitender Redakteur tätig. Hörstel gilt in Politik und Medien aufgrund seiner 23 Jahre Erfahrung aus erster Hand in Afghanistan und Pakistan als Experte für Afghanistan, Islamismus und Terror. In diesem Zusammenhang war er auch als Regierungsberater tätig. Weitere Einsätze führten Hörstel im Herbst 2003 in den Irak, im Sommer 2005 in den Iran und im Frühjahr 2006 begann Hörstel seine Tätigkeit als Coach für ausgewählte Führungskräfte der deutschen ISAF-Truppen im Fach „Landeskunde Afghanistan“. Er war auch Gastdozent am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg. Hörstel wurde dadurch bekannt, dass er im Jahre 2001 während des Sturzes der Taliban der einzige westliche Journalist in Kabul war.

Bernd Drücke: Perspektiven des libertären Antimilitarismus

Raum MA 043.

Bernd Drücke ist Soziologe und seit November 1998 ist er presserechtlich verantwortlicher Koordinationsredakteur der Graswurzelrevolution, einer seit 1972 überregional erscheinenden Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft. Die Zeitung war damals wie heute auch ein Sprachrohr antimilitaristischer Bewegungen und totaler Kriegsdienstverweigerer, die den Kriegsdienst, den sogenannten ‚Zivildienst‘ und alle anderen Zwangsdienste ablehnen.“

Wikipedia-Artikel zu Bernd
Website der Graswurzelrevolution und des Verlags

Peter Klemm: 100 Prozent Erneuerbare Energie ist ein Gebot der Friedensbewegung

Raum MA 544. Warum sind seit Jahren 2/3 der Bevölkerung anhaltend gegen die Teilnahme am Krieg der USA in Afghanistan
und dennoch findet dieser Unwille nicht den Weg auf die Straße? Weshalb sehen sich die Friedensaktivisten umgeben von einer friedensgewillten Bevölkerung und bleiben trotzdem völlig isoliert?

Zu ändern wäre dies nur durch die Schaffung eines großen Bündnisses, das die Gesellschaft-verändernden Bewegungen politisch integriert und die Hoffnung bietet, politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Einzelbestrebungen der Gruppen vorbehaltlos teilzunehmen.

Peter Klemm lebt als pensionierter Lehrer in Hamburg und zeichnet sich auch als ATTAC – Mitglied besonders basisdemokratisch orientiert aus. Außerdem ist er aktiv im Solarenergie-Förderverein, im AK-Frieden des
DGB Hamburg und ehemaliger Sprecher des Bundes der Energieverbraucher Hamburg.