Berliner Studierende machen mobil gegen Krieg und Militarismus

Am 26.-28. November 2010 findet in der Technischen Universität Berlin ein Antikriegskongress unter dem Motto „Frieden gibt’s nur ohne Krieg!“ statt. Der Kongress entstand aus einer Zusammenarbeit von aktiven Studierenden und Akteuren der Friedensbewegung. „Wir empfinden es als zynisch, dass einerseits der Krieg in Afghanistan aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt wird, während andererseits die Bundeswehr in unseren Schulen Nachwuchs rekrutiert und an unseren Unis Rüstungsforschung betrieben wird“, meint Ben Keskow aus der Vorbereitungsgruppe, und fügt hinzu: „Wenn sich die NATO nun aus Afghanistan zurückziehen will, so ist das nur eine Strategie, um Kapazitäten für neue Kriege zu schaffen – mit Friedenspolitik hat das nichts zu tun!“

Thematisch ist der Schwerpunkt des Kongresses neben einer Analyse der Kriege weltweit, insbesondere in Afghanistan, und der Militarisierung unserer Zivilgesellschaft auf Perspektiven für die konkrete Stärkung der Antikriegsbewegung gelegt. Unter anderem gibt Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung) einen Workshop zu Kriegsberichterstattung, Christine Buchholz (Die Linke) beleuchtet die aktuelle Situation in Afghanistan und eine Schülerin von Klassenkampf Süd-West zeigt, wie Bundeswehrwerbung an den Schulen bekämpft werden kann. Dabei wollen wir auch die Perspektiven für eine stärkere Antikriegsbewegung diskutieren, unter anderem mit Hans-Christian Ströbele (Bündnis 90/Die Grünen) und Bernd Drücke (Graswurzelrevolution). Am Freitag Abend zeigt Frieder Wagner seinen Film „Deadly Dust“ und am Samstag spielt die Berliner Compagnie „Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch“.

Julia Hillebrand von der HU Berlin erklärt: „Wir hoffen, mit dem Kongress endlich auch einen Grundstein für mehr und lautere Proteste gegen die latente Militarisierung unserer Gesellschaft zu legen.“

Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das erste Podium beginnt am Freitag um 18:00 Uhr im Audimax der TU Berlin. Das ganze Wochenende über dient der Infostand im Hauptgebäude als Anlaufstelle. Weitere Informationen und ein genaues Programm findet man auf www.antikrieg.blogsport.de.