Christoph Hörstel: „Krieg gegen den Terrorismus“

Raum MA 642. In „Brandherd Pakistan. Wie der Terrorkrieg nach Deutschland kommt“ von 2008 auf Seite 129, das Jahr 1985 betreffend, überfällt Hörstel die Frage: Was würdest du tun , wenn du keine Angst hättest? Die Antwort findet er mit folgenden Formulierungen: „Und nun diese völlig irrwitzige Frage , die mich traf wie ein Geschoß. Ich wußte sofort, was ich täte, so ganz ohne Angst , diesen ständigen Tudor der Menschen: Dorthin gehen wo es am schlimmsten ist – und anfangen zu helfen.
Im NEUEN DEUTSCHLAND vom 21. April 2010 ist unter dem Titel „Wen die Bombe trifft“ eine Analyse von Hörstel zu lesen, die den ausgedehnten Straßenbombenbau insbesondere an der afghanisch-pakistanischen Grenze (eine tödliche Lehmhütten-Industrie) beschreibt – die Geheimdienste wissen Bescheid und erkaufen nach Bedarf die Gunst derer, die das Geschehen bestimmen. In dieser Zeit waren wieder vier tote Deutsche aus dem Hindukusch auszufliegen.

Christoph R. Hörstel, geb. 1956 in Bremen, lebt derzeit mit seiner Familie in Deutschland. Hörstel studierte Betriebswirtschaftslehre, Sinologie, Französisch und Spanisch und leistete den Wehrdienst in der Bundeswehr. Ab 1985 war er beim ARD-Fernsehen als Sonderkorrespondent, später auch als Nachrichtenmoderator mit 2500 Live-Sendungen sowie als leitender Redakteur tätig. Hörstel gilt in Politik und Medien aufgrund seiner 23 Jahre Erfahrung aus erster Hand in Afghanistan und Pakistan als Experte für Afghanistan, Islamismus und Terror. In diesem Zusammenhang war er auch als Regierungsberater tätig. Weitere Einsätze führten Hörstel im Herbst 2003 in den Irak, im Sommer 2005 in den Iran und im Frühjahr 2006 begann Hörstel seine Tätigkeit als Coach für ausgewählte Führungskräfte der deutschen ISAF-Truppen im Fach „Landeskunde Afghanistan“. Er war auch Gastdozent am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg. Hörstel wurde dadurch bekannt, dass er im Jahre 2001 während des Sturzes der Taliban der einzige westliche Journalist in Kabul war.