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Bundeswehr und Nato raus aus Afghanistan!

Afghanistan-Demo in Berlin
am 22.01.2011 um 15 Uhr
ab Rathaus Neukölln

Bundeswehr und Nato raus aus Afghanistan!
Gemeinsam gegen Krieg, Besatzung und Rassismus

Wir rufen dazu auf, sich am 22. Januar 2011 an der Demonstration gegen die Verlängerung des Mandats für den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan zu beteiligen!
Ende Januar 2011 wird der Bundestag wieder über die Verlängerung des Mandats für den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan abstimmen. Obwohl sich ein großer Teil der Bevölkerung in Umfragen gegen den Einsatz ausspricht, wird die Mehrheit der Abgeordneten wie in den vergangenen Jahren, für die Verlängerung des Krieges und der Besatzung Afghanistans stimmen. Neun Jahre dauert diese imperialistische Aggression durch die Nato-Staaten mittlerweile an. Neun Jahre, die für die afghanische Bevölkerung Leid, Tod und Zerstörung bedeuten. Tag für Tag sterben Menschen durch die Folgen des Krieges, an Unterernährung, mangelnder Krankenvorsorge, Bombardements und Anschlägen. Die Nato hat öffentlich einen Abzug im Jahre 2014 vorgesehen. Ob dieser Plan umgesetzt wird, ist jedoch stark zu bezweifeln. Der ISAF-Kommandant Petraeus hat bereits geäußert, dass er nicht an einen baldigen Abzug glaubt. Wir fordern den sofortigen und bedingungslosen Abzug aller ausländischen Truppen aus Afghanistan! Jedes weitere Jahr Besatzung verlängert das Leid der afghanischen Bevölkerung.
Die Besatzerarmeen sind mit den Warlords der Nordallianz verbündet und stützen sich somit auf reaktionäre Kräfte. Linke und fortschrittliche Gruppen und Initiativen, wie die Frauenorganisation RAWA (Revolutionary Association of the Women of Afghanistan), kämpfen in Afghanistan unter schwierigsten Bedingungen für Unabhängigkeit, Gerechtigkeit und die Befreiung der Frauen. Sie kämpfen für ein sofortiges Ende der Besatzung, da nur ohne die Besatzung und den permanenten Kriegszustand eine Perspektive jenseits von Abhängigkeit, Unterdrückung und Fundamentalismus zu erreichen ist. Solidarität mit den fortschrittlichen Kräften in Afghanistan! Hoch die internationale Solidarität!
Der Widerstand gegen die Nato-Truppen hat immer mehr an Bedeutung gewonnen. Es finden wiederholt Angriffe der Aufständischen auf Laster mit militärischem Material in Pakistan und Afghanistan statt. Die Nato hat mittlerweile den Krieg auch auf Teile von Pakistan ausgeweitet. Sie hat ihre Truppenstärke im Laufe der Jahre massiv erhöht. Trotzdem schafft sie es nicht, Afghanistan unter ihre Kontrolle zu bekommen. Eine weitere Strategie der Nato besteht nun in der Ausbildung und Aufrüstung afghanischer Truppen. Zusätzlich zu den staatlichen Armeen sind auch zunehmend Söldner von privaten Militärunternehmen in Afghanistan. Die Nato-Staaten wollen mit allen Mitteln ihre Herrschaft über das Land sichern. Afghanistan ist für sie von zentraler Bedeutung, weil das Land in der Nähe von großen Öl- und Gasvorkommen liegt, es über eigene Rohstoffe verfügt und als Einflussgebiet für die westlichen Staaten von geostrategischem Interesse ist. Die Nato-Staaten konkurrieren, insbesondere mit Russland und China, um die rohstoffreiche Region. In den verteidigungspolitischen Richtlinien der Bundeswehr wird deutlich gesagt, dass die Sicherung von Märkten, Handelswegen und Rohstofflieferungen die Gründe für Kriege sind. Für die Profitinteressen von Konzernen wird gemordet, bombardiert, gefoltert, vertrieben und unterdrückt. Gegen Krise, Krieg und Kapitalismus! Für eine solidarische Gesellschaft!
Wir bekämpfen die deutsche Kriegspolitik und demonstrieren deshalb gegen die Verlängerung des Mandats für die Bundeswehr. Gegen Krieg und Besatzung zu kämpfen, heißt auch die Propaganda der Bundeswehr zu stören. Die Bundeswehr versucht sich an Schulen als attraktiver Arbeitgeber darzustellen. Im Zuge des Umbaus der Bundeswehr und der geplanten Aussetzung der Wehrpflicht ab Juli 2011 wird die Bundeswehr noch intensiver versuchen, in Schulen Rekruten zu werben. Auch an Universitäten ist sie präsent. In zunehmendem Maße wird an deutschen Hochschulen Forschung für den Krieg betrieben. Es gibt zum Beispiel an der Universität Potsdam den, in Kooperation mit der Bundeswehr durchgeführten, Masterstudiengang Military Studies. Der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft und den weltweiten Kriegseinsätze von Bundeswehr und Nato, muss unser entschlossener Widerstand entgegengesetzt werden. Genauso bekämpfen wir die rassistische Propaganda und Hetze gegen den Islam. Bundeswehr raus aus Schulen, Arbeitsämtern und Unis! Gegen Rassismus und Islamophobie!

Afghanistan-Demo
am 22.01.2011 um 15 Uhr ab Rathaus Neukölln

Bündnis gegen die Mandatsverlängerung:
Antifaschistische Linke Berlin, Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin, Die Linke Neukölln, DKP Berlin, Friedenskoordination Berlin, Internationale KommunistInnen, Libertad! Berlin, Revolutionäre Perspektive Berlin, SDAJ Berlin
UnterstützerInnen:
Redaktion LinkeZeitung, Autonome Antifa Zeuthen, Gruppe Arbeitermacht, REVOLUTION Berlin

Frieden gibt’s nur ohne Krieg.

Wieso ist Deutschland im Krieg? Warum dürfen Bundeswehroffiziere an Schulen agitieren? Was haben Islamfeindlichkeit, Überwachungsstaat und Kriegseinsätze miteinander zu tun? Werden an unseren Unis die Massenvernichtungswaffen von morgen entworfen? Gibt es überhaupt Frieden im Kapitalismus? Warum führen Verteidigungsbündnisse Angriffskriege? Raus aus Afghanistan – wie soll das gehen? Wie können wir Proteste gegen Krieg und Militarisierung verstärken?

Wir haben noch viele weitere Fragen. Um mit Euch zu diskutieren und nach Antworten zu suchen, laden wir euch ein zum Antikriegskongress vom 26.-28. November 2010 an der TU Berlin.

Los geht es am Freitagabend mit einem Podium zum Afghanistan-Krieg, anschließend diskutieren wir mit dem Regisseur des Filmes „Deadly Dust“. Am Samstag geht es dann um die Militarisierung der Außenpolitik einerseits und die Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft andererseits. In zwei großen Workshopphasen werden antimilitaristische Themen in offenen Diskussionen weiter vertieft – es gibt auch jeder Zeit die Möglichkeit, einen eigenen Workshop zu beginnen – und bei Ausstellungen, Info- und Bücherständen kann sich jede_r selbst informieren. Am Abend spielt die Berliner Compagnie das Theaterstück „Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch“. Am Sonntag schließen wir wir mit einer großen Diskussion über die Perspektiven für eine stärkere Antikriegsbewegung. Wir möchten mit Euch Strategien für den Widerstand gegen Krieg, Rüstung und Militarisierung entwerfen.

Die mit namhaften Referent_innen besetzten Podien und Workshops brauchen Eure lebhafte Teilnahme!

Infos und Programm: http://antikrieg.blogsport.de/

Kontakt: antikriegberlin@googlemail.com

Liebe Grüße und bis zum 26. November 2010!

Eure Kongress-Vorbereitungsgruppe

Berliner Studierende machen mobil gegen Krieg und Militarismus

Am 26.-28. November 2010 findet in der Technischen Universität Berlin ein Antikriegskongress unter dem Motto „Frieden gibt’s nur ohne Krieg!“ statt. Der Kongress entstand aus einer Zusammenarbeit von aktiven Studierenden und Akteuren der Friedensbewegung. „Wir empfinden es als zynisch, dass einerseits der Krieg in Afghanistan aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt wird, während andererseits die Bundeswehr in unseren Schulen Nachwuchs rekrutiert und an unseren Unis Rüstungsforschung betrieben wird“, meint Ben Keskow aus der Vorbereitungsgruppe, und fügt hinzu: „Wenn sich die NATO nun aus Afghanistan zurückziehen will, so ist das nur eine Strategie, um Kapazitäten für neue Kriege zu schaffen – mit Friedenspolitik hat das nichts zu tun!“

Thematisch ist der Schwerpunkt des Kongresses neben einer Analyse der Kriege weltweit, insbesondere in Afghanistan, und der Militarisierung unserer Zivilgesellschaft auf Perspektiven für die konkrete Stärkung der Antikriegsbewegung gelegt. Unter anderem gibt Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung) einen Workshop zu Kriegsberichterstattung, Christine Buchholz (Die Linke) beleuchtet die aktuelle Situation in Afghanistan und eine Schülerin von Klassenkampf Süd-West zeigt, wie Bundeswehrwerbung an den Schulen bekämpft werden kann. Dabei wollen wir auch die Perspektiven für eine stärkere Antikriegsbewegung diskutieren, unter anderem mit Hans-Christian Ströbele (Bündnis 90/Die Grünen) und Bernd Drücke (Graswurzelrevolution). Am Freitag Abend zeigt Frieder Wagner seinen Film „Deadly Dust“ und am Samstag spielt die Berliner Compagnie „Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch“.

Julia Hillebrand von der HU Berlin erklärt: „Wir hoffen, mit dem Kongress endlich auch einen Grundstein für mehr und lautere Proteste gegen die latente Militarisierung unserer Gesellschaft zu legen.“

Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das erste Podium beginnt am Freitag um 18:00 Uhr im Audimax der TU Berlin. Das ganze Wochenende über dient der Infostand im Hauptgebäude als Anlaufstelle. Weitere Informationen und ein genaues Programm findet man auf www.antikrieg.blogsport.de.

„Der Krieg kommt schneller zurück als du denkst Du kriegst zurück was du verdrängst“*

Antikriegskongress 26.-28.11.2010 im Audimax H 105 der TU Berlin
Start: 26.11. 18:00 Uhr Audimax: Begrüßung und Vorstellung des Programms
18:30 – 20:30 Uhr Podium: Afghanistan

es sind 3 weitere Podien zu „Militarisierung der Außenpolitk“, „Militarisierung der Zivilgesellschaft“ und zu „Wie weiter? Perspektiven für eine stärkere Antikriegsbewegung“
geplant. Am Samstag wird es auch 2 Workshopphasen geben mit vielen verschiedenen Themenangeboten z.B. „Nahoststrategie der NATO“, „Militarisierung der EU“, „Wie Protest gegen BW an der Schule organiseren?“, „Was will die BW an der Schule? Warum Nachwuchswerbung“, „Rüstungsforschung an den Unis“ uvm…

demnächst gibt es hier mehr Infos……..

bis dann! kommt vorbei, informiert euch oder/und diskutiert mit anderen über das Thema!

adresse: Straße des 17. Juni 135 10623 Berlin

*aus dem Lied “Der Krieg kommt schneller zurück als du denkst” von Wir sind Helden