Archiv der Kategorie 'Workshops II'

Walter Veliz und Mara Linnemann: Boliviens Vorschlag für Frieden aus der tausendjährigen Erfahrung der Andenkultur sowie die Erdcharta als Perspektive für Frieden.

Raum MA 141. Die Erd-Charta gibt einen positiven Ansatz in einer Welt voller Kriege. Es ist ein Versprechen an die Zukunft, um eine nachhaltige und friedliche Welt zu erschaffen. Die Erd-Charta beinhaltet 16 Grundsätze, einer davon lautet: „Eine Kultur der Toleranz, der Gewaltlosigkeit und des Friedens fördern“.

Der Erd-Charta grundlegend sind die Achtung vor der Natur und den Menschenrechten, weil nur in sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit Frieden entstehen kann. Die Grundsätze der Erd-Charta beziehen sich auf den Zusammenhang von ökonomischen und ökologische Konflikten in der globalen Welt. Sind diese Grundsätze genug, um eine Kultur des Friedens zu erschaffen?

Die Erd-Charta ist kein Gesetz, sondern eine Bereiterklärung, um Eigenverantwortung zu übernehmen. Jeder setzt sich für das ein, was ihm wichtig ist. Ist eine Bereiterklärung genug, um Frieden bewirken zu können? Hilft diese gemeinschaftliche Vision den heutigen Herausforderungen entgegen zu treten?

Die Erd-Charta unterscheidet sich von andere Friedensabkommen dadurch, dass sie nicht von Politikern, sondern von Menschen aus aller Welt geschrieben ist. Es zeigt auf, dass Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen zusammen ethische Grundprinzipien formulieren können. Was können wir selbst zum Frieden beitragen?

Auf diese und andere Fragen wird nach einer Einleitung zur Erd-Charta, interaktiv im kleinen und großen Kreis eingegangen. Der Workshop ladet zum mitdenken ein und setzt dich (wörtlich!) in Bewegung.

Walter Prudencio Magne Veliz ist Botschafter Boliviens in Deutschland.
Mara Linnemann ist Kulturpädagogin aus den Niederlanden und Botschafterin der Erd-Charta. Sie Engagiert sich in kulturellen Projekten die sich, kreativ und konstruktiv für eine nachhaltige Welt einsetzen. Mara Lebt in einem internationalen ökologischen Wohnprojekt auf einem besetzten Bauernhof, dessen Ziel es ist, alternative Lebensformen aufzuzeigen (transition-town) und kulturellen Freiraum zu schaffen. Realisiert zur Zeit Projekte und Workshops: Kre-Act – ein Workshop für positive Zukunftsvisionen; Sustaining Active Citizenship – ein Europäische Training für langfristiges soziales Engagement; Bedrohte-Träume-Projekt – ein Reisetagebuch über Träume und Ideen, die durch Repression und marktwirtschaftlichen Interessen bedroht werden.

Sabine Schiffer: Kriegsberichterstattung in den Medien

Raum MA 143. Ohne Medien ist es nicht möglich, Zustimmung für einen Krieg zu erzeugen. Auch unfreiwillig können Medienschaffende zum Vervielfältiger einer Stimmungs-Mobilisierung werden, wie man aktuell an der mehr als fragwürdigen Paketbombenbedrohung aus dem Jemen wieder sehen kann. Und mit dem Konzept der „humanitären Intervention“ wird seit über 10 Jahren erfolgreich für Militäreinstätze geworben: erst sollten die Kosovaren befreit werden, jetzt muslimische Frauen in Afghanistan und vielleicht bald im Iran – ob sie wollen oder nicht, und ob wir wollen oder nicht. Mehr dazu.

Dr. Sabine Schiffer leitet das Institut für Medienverantwortung in Erlangen.