Antikriegskongress 2010 http://antikrieg.blogsport.de Frieden gibt's nur ohne Krieg Tue, 11 Jan 2011 20:56:44 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Bundeswehr und Nato raus aus Afghanistan! http://antikrieg.blogsport.de/2011/01/11/bundeswehr-und-nato-raus-aus-afghanistan/ http://antikrieg.blogsport.de/2011/01/11/bundeswehr-und-nato-raus-aus-afghanistan/#comments Tue, 11 Jan 2011 20:56:44 +0000 Administrator Allgemein http://antikrieg.blogsport.de/2011/01/11/bundeswehr-und-nato-raus-aus-afghanistan/ Afghanistan-Demo in Berlin
am 22.01.2011 um 15 Uhr
ab Rathaus Neukölln

Bundeswehr und Nato raus aus Afghanistan!
Gemeinsam gegen Krieg, Besatzung und Rassismus

Wir rufen dazu auf, sich am 22. Januar 2011 an der Demonstration gegen die Verlängerung des Mandats für den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan zu beteiligen!
Ende Januar 2011 wird der Bundestag wieder über die Verlängerung des Mandats für den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan abstimmen. Obwohl sich ein großer Teil der Bevölkerung in Umfragen gegen den Einsatz ausspricht, wird die Mehrheit der Abgeordneten wie in den vergangenen Jahren, für die Verlängerung des Krieges und der Besatzung Afghanistans stimmen. Neun Jahre dauert diese imperialistische Aggression durch die Nato-Staaten mittlerweile an. Neun Jahre, die für die afghanische Bevölkerung Leid, Tod und Zerstörung bedeuten. Tag für Tag sterben Menschen durch die Folgen des Krieges, an Unterernährung, mangelnder Krankenvorsorge, Bombardements und Anschlägen. Die Nato hat öffentlich einen Abzug im Jahre 2014 vorgesehen. Ob dieser Plan umgesetzt wird, ist jedoch stark zu bezweifeln. Der ISAF-Kommandant Petraeus hat bereits geäußert, dass er nicht an einen baldigen Abzug glaubt. Wir fordern den sofortigen und bedingungslosen Abzug aller ausländischen Truppen aus Afghanistan! Jedes weitere Jahr Besatzung verlängert das Leid der afghanischen Bevölkerung.
Die Besatzerarmeen sind mit den Warlords der Nordallianz verbündet und stützen sich somit auf reaktionäre Kräfte. Linke und fortschrittliche Gruppen und Initiativen, wie die Frauenorganisation RAWA (Revolutionary Association of the Women of Afghanistan), kämpfen in Afghanistan unter schwierigsten Bedingungen für Unabhängigkeit, Gerechtigkeit und die Befreiung der Frauen. Sie kämpfen für ein sofortiges Ende der Besatzung, da nur ohne die Besatzung und den permanenten Kriegszustand eine Perspektive jenseits von Abhängigkeit, Unterdrückung und Fundamentalismus zu erreichen ist. Solidarität mit den fortschrittlichen Kräften in Afghanistan! Hoch die internationale Solidarität!
Der Widerstand gegen die Nato-Truppen hat immer mehr an Bedeutung gewonnen. Es finden wiederholt Angriffe der Aufständischen auf Laster mit militärischem Material in Pakistan und Afghanistan statt. Die Nato hat mittlerweile den Krieg auch auf Teile von Pakistan ausgeweitet. Sie hat ihre Truppenstärke im Laufe der Jahre massiv erhöht. Trotzdem schafft sie es nicht, Afghanistan unter ihre Kontrolle zu bekommen. Eine weitere Strategie der Nato besteht nun in der Ausbildung und Aufrüstung afghanischer Truppen. Zusätzlich zu den staatlichen Armeen sind auch zunehmend Söldner von privaten Militärunternehmen in Afghanistan. Die Nato-Staaten wollen mit allen Mitteln ihre Herrschaft über das Land sichern. Afghanistan ist für sie von zentraler Bedeutung, weil das Land in der Nähe von großen Öl- und Gasvorkommen liegt, es über eigene Rohstoffe verfügt und als Einflussgebiet für die westlichen Staaten von geostrategischem Interesse ist. Die Nato-Staaten konkurrieren, insbesondere mit Russland und China, um die rohstoffreiche Region. In den verteidigungspolitischen Richtlinien der Bundeswehr wird deutlich gesagt, dass die Sicherung von Märkten, Handelswegen und Rohstofflieferungen die Gründe für Kriege sind. Für die Profitinteressen von Konzernen wird gemordet, bombardiert, gefoltert, vertrieben und unterdrückt. Gegen Krise, Krieg und Kapitalismus! Für eine solidarische Gesellschaft!
Wir bekämpfen die deutsche Kriegspolitik und demonstrieren deshalb gegen die Verlängerung des Mandats für die Bundeswehr. Gegen Krieg und Besatzung zu kämpfen, heißt auch die Propaganda der Bundeswehr zu stören. Die Bundeswehr versucht sich an Schulen als attraktiver Arbeitgeber darzustellen. Im Zuge des Umbaus der Bundeswehr und der geplanten Aussetzung der Wehrpflicht ab Juli 2011 wird die Bundeswehr noch intensiver versuchen, in Schulen Rekruten zu werben. Auch an Universitäten ist sie präsent. In zunehmendem Maße wird an deutschen Hochschulen Forschung für den Krieg betrieben. Es gibt zum Beispiel an der Universität Potsdam den, in Kooperation mit der Bundeswehr durchgeführten, Masterstudiengang Military Studies. Der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft und den weltweiten Kriegseinsätze von Bundeswehr und Nato, muss unser entschlossener Widerstand entgegengesetzt werden. Genauso bekämpfen wir die rassistische Propaganda und Hetze gegen den Islam. Bundeswehr raus aus Schulen, Arbeitsämtern und Unis! Gegen Rassismus und Islamophobie!

Afghanistan-Demo
am 22.01.2011 um 15 Uhr ab Rathaus Neukölln

Bündnis gegen die Mandatsverlängerung:
Antifaschistische Linke Berlin, Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin, Die Linke Neukölln, DKP Berlin, Friedenskoordination Berlin, Internationale KommunistInnen, Libertad! Berlin, Revolutionäre Perspektive Berlin, SDAJ Berlin
UnterstützerInnen:
Redaktion LinkeZeitung, Autonome Antifa Zeuthen, Gruppe Arbeitermacht, REVOLUTION Berlin

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Otfried Nassauer: Militärische Zukunftskonzepte und Technologie http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/26/otfried-nassauer-militaerische-zukunftskonzepte-und-technologie/ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/26/otfried-nassauer-militaerische-zukunftskonzepte-und-technologie/#comments Fri, 26 Nov 2010 12:24:38 +0000 Administrator Workshops I http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/26/otfried-nassauer-militaerische-zukunftskonzepte-und-technologie/ Raum MA 548. In seinem Workshop wird Otfried Nassauer insbesondere auf die neue NATO-Strategie eingehen, die vor kurzem verabschiedet wurde. Es geht um militärische Zukunftskonzepte und Technologien, wie auch die deutsche Sicherheitspolitik. Rüstungskontrolle und Abrüstungsprozesse (START, ABM, CFE, NW, Ottawa-Prozeß) sind Teil des sicherheitspolitischen Themenspektrum.

Otfried Nassauer ist Direktor des BITS , d.h. des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit. Er ist freier Journalist , Gründer des Zentrums und im Vorstand des Fördervereins. Das Informationszentrum ist einer der wenigen sicherheitspolitischen „THINK TANKS“ in Deutschland.

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Frieden gibt’s nur ohne Krieg. http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/26/wozu-krieg-wenn-wir-doch-frieden-wollen/ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/26/wozu-krieg-wenn-wir-doch-frieden-wollen/#comments Thu, 25 Nov 2010 22:03:42 +0000 Administrator Allgemein http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/26/wozu-krieg-wenn-wir-doch-frieden-wollen/ Wieso ist Deutschland im Krieg? Warum dürfen Bundeswehroffiziere an Schulen agitieren? Was haben Islamfeindlichkeit, Überwachungsstaat und Kriegseinsätze miteinander zu tun? Werden an unseren Unis die Massenvernichtungswaffen von morgen entworfen? Gibt es überhaupt Frieden im Kapitalismus? Warum führen Verteidigungsbündnisse Angriffskriege? Raus aus Afghanistan – wie soll das gehen? Wie können wir Proteste gegen Krieg und Militarisierung verstärken?

Wir haben noch viele weitere Fragen. Um mit Euch zu diskutieren und nach Antworten zu suchen, laden wir euch ein zum Antikriegskongress vom 26.-28. November 2010 an der TU Berlin.

Los geht es am Freitagabend mit einem Podium zum Afghanistan-Krieg, anschließend diskutieren wir mit dem Regisseur des Filmes „Deadly Dust“. Am Samstag geht es dann um die Militarisierung der Außenpolitik einerseits und die Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft andererseits. In zwei großen Workshopphasen werden antimilitaristische Themen in offenen Diskussionen weiter vertieft – es gibt auch jeder Zeit die Möglichkeit, einen eigenen Workshop zu beginnen – und bei Ausstellungen, Info- und Bücherständen kann sich jede_r selbst informieren. Am Abend spielt die Berliner Compagnie das Theaterstück „Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch“. Am Sonntag schließen wir wir mit einer großen Diskussion über die Perspektiven für eine stärkere Antikriegsbewegung. Wir möchten mit Euch Strategien für den Widerstand gegen Krieg, Rüstung und Militarisierung entwerfen.

Die mit namhaften Referent_innen besetzten Podien und Workshops brauchen Eure lebhafte Teilnahme!

Infos und Programm: http://antikrieg.blogsport.de/

Kontakt: antikriegberlin@googlemail.com

Liebe Grüße und bis zum 26. November 2010!

Eure Kongress-Vorbereitungsgruppe

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Christoph Hörstel: „Krieg gegen den Terrorismus“ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/26/christoph-hoerstel-krieg-gegen-den-terrorismus/ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/26/christoph-hoerstel-krieg-gegen-den-terrorismus/#comments Thu, 25 Nov 2010 22:02:57 +0000 Administrator Workshops I http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/26/christoph-hoerstel-krieg-gegen-den-terrorismus/ Raum MA 642. In „Brandherd Pakistan. Wie der Terrorkrieg nach Deutschland kommt“ von 2008 auf Seite 129, das Jahr 1985 betreffend, überfällt Hörstel die Frage: Was würdest du tun , wenn du keine Angst hättest? Die Antwort findet er mit folgenden Formulierungen: „Und nun diese völlig irrwitzige Frage , die mich traf wie ein Geschoß. Ich wußte sofort, was ich täte, so ganz ohne Angst , diesen ständigen Tudor der Menschen: Dorthin gehen wo es am schlimmsten ist – und anfangen zu helfen.
Im NEUEN DEUTSCHLAND vom 21. April 2010 ist unter dem Titel „Wen die Bombe trifft“ eine Analyse von Hörstel zu lesen, die den ausgedehnten Straßenbombenbau insbesondere an der afghanisch-pakistanischen Grenze (eine tödliche Lehmhütten-Industrie) beschreibt – die Geheimdienste wissen Bescheid und erkaufen nach Bedarf die Gunst derer, die das Geschehen bestimmen. In dieser Zeit waren wieder vier tote Deutsche aus dem Hindukusch auszufliegen.

Christoph R. Hörstel, geb. 1956 in Bremen, lebt derzeit mit seiner Familie in Deutschland. Hörstel studierte Betriebswirtschaftslehre, Sinologie, Französisch und Spanisch und leistete den Wehrdienst in der Bundeswehr. Ab 1985 war er beim ARD-Fernsehen als Sonderkorrespondent, später auch als Nachrichtenmoderator mit 2500 Live-Sendungen sowie als leitender Redakteur tätig. Hörstel gilt in Politik und Medien aufgrund seiner 23 Jahre Erfahrung aus erster Hand in Afghanistan und Pakistan als Experte für Afghanistan, Islamismus und Terror. In diesem Zusammenhang war er auch als Regierungsberater tätig. Weitere Einsätze führten Hörstel im Herbst 2003 in den Irak, im Sommer 2005 in den Iran und im Frühjahr 2006 begann Hörstel seine Tätigkeit als Coach für ausgewählte Führungskräfte der deutschen ISAF-Truppen im Fach „Landeskunde Afghanistan“. Er war auch Gastdozent am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg. Hörstel wurde dadurch bekannt, dass er im Jahre 2001 während des Sturzes der Taliban der einzige westliche Journalist in Kabul war.

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Bernd Drücke: Perspektiven des libertären Antimilitarismus http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/25/bernd-druecke-perspektiven-des-libertaeren-antimilitarismus/ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/25/bernd-druecke-perspektiven-des-libertaeren-antimilitarismus/#comments Thu, 25 Nov 2010 19:44:01 +0000 Administrator Workshops II http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/25/bernd-druecke-perspektiven-des-libertaeren-antimilitarismus/ Raum MA 043.

Bernd Drücke ist Soziologe und seit November 1998 ist er presserechtlich verantwortlicher Koordinationsredakteur der Graswurzelrevolution, einer seit 1972 überregional erscheinenden Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft. Die Zeitung war damals wie heute auch ein Sprachrohr antimilitaristischer Bewegungen und totaler Kriegsdienstverweigerer, die den Kriegsdienst, den sogenannten ‚Zivildienst‘ und alle anderen Zwangsdienste ablehnen.“

Wikipedia-Artikel zu Bernd
Website der Graswurzelrevolution und des Verlags

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Peter Klemm: 100 Prozent Erneuerbare Energie ist ein Gebot der Friedensbewegung http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/25/peter-klemm-100-prozent-erneuerbare-energie-ist-ein-gebot-der-friedensbewegung/ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/25/peter-klemm-100-prozent-erneuerbare-energie-ist-ein-gebot-der-friedensbewegung/#comments Thu, 25 Nov 2010 18:18:33 +0000 Administrator Workshops II http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/25/peter-klemm-100-prozent-erneuerbare-energie-ist-ein-gebot-der-friedensbewegung/ Raum MA 544. Warum sind seit Jahren 2/3 der Bevölkerung anhaltend gegen die Teilnahme am Krieg der USA in Afghanistan
und dennoch findet dieser Unwille nicht den Weg auf die Straße? Weshalb sehen sich die Friedensaktivisten umgeben von einer friedensgewillten Bevölkerung und bleiben trotzdem völlig isoliert?

Zu ändern wäre dies nur durch die Schaffung eines großen Bündnisses, das die Gesellschaft-verändernden Bewegungen politisch integriert und die Hoffnung bietet, politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Einzelbestrebungen der Gruppen vorbehaltlos teilzunehmen.

Peter Klemm lebt als pensionierter Lehrer in Hamburg und zeichnet sich auch als ATTAC – Mitglied besonders basisdemokratisch orientiert aus. Außerdem ist er aktiv im Solarenergie-Förderverein, im AK-Frieden des
DGB Hamburg und ehemaliger Sprecher des Bundes der Energieverbraucher Hamburg.

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Dr. Shungu M. Tundanonga-Dikunda: Frauenvergewaltigung als Kriegswaffe in rohstoffreichen Entwicklungsländer http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/25/dr-shungu-m-tundanonga-dikunda-frauenvergewaltigung-als-kriegswaffe-in-rohstoffreichen-entwicklungslaender/ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/25/dr-shungu-m-tundanonga-dikunda-frauenvergewaltigung-als-kriegswaffe-in-rohstoffreichen-entwicklungslaender/#comments Thu, 25 Nov 2010 18:14:04 +0000 Administrator Workshops II http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/25/dr-shungu-m-tundanonga-dikunda-frauenvergewaltigung-als-kriegswaffe-in-rohstoffreichen-entwicklungslaender/ Raum MA 644. Frauenvergewaltigung als Kriegswaffe in rohstoffreichen Teilgebieten von Entwicklungsländern an den Beispielen: östlicher Teil der Demokratische Republik Kongo (Coltan) und die Karen- und Shan Gebiete in Myanmar/Burma (Gas)

JedeR von uns hat 1 Handy und vielleicht 1 Laptop, aber wir fragen uns nicht warum sie so billig sind.
Wir sind alle zufrieden mit unserer Lebensqualität, aber wir fragen uns nicht, was hat Gas aus Myanmar (burma) hier zu suchen.
Gorillas im Kongo haben Lobbies in Deutschland, aber im Kongo vergewaltigte Frauen nicht. Die Politisierung der Menschenrechte hat dazu geführt, dass Frauenrechte und Kinderrechte in rohstoffreichen Kriegsgebieten, keine Menschenrechte mehr sind in unseren Komsumgesellschaften.
Mir geht es nicht darum Forderungen an westliche Regierungen zu stellen, sondern um die Sensibilisierung der Community. die Community reagiert statt zu agieren und sie ist der manipulierte Konsument der Infoentertainement-Gesellschaft geworden.
Wenn wir von Antikrieg reden, dann muss das in senso stricto und in senso extenso sein. Es gibt Soft Wars, Hard Wars und Soft & Hard wars: Blut muss heute nicht mehr fließen. Wenn HIV-infizierte Milizen oder Soldaten Frauen vergewaltigen, ist die Reichweite der Folgen nicht quantifizierbar.

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Berliner Studierende machen mobil gegen Krieg und Militarismus http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/24/berliner-studierende-machen-mobil-gegen-krieg-und-militarismus/ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/24/berliner-studierende-machen-mobil-gegen-krieg-und-militarismus/#comments Tue, 23 Nov 2010 22:17:02 +0000 Administrator Allgemein http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/24/berliner-studierende-machen-mobil-gegen-krieg-und-militarismus/ Am 26.-28. November 2010 findet in der Technischen Universität Berlin ein Antikriegskongress unter dem Motto „Frieden gibt’s nur ohne Krieg!“ statt. Der Kongress entstand aus einer Zusammenarbeit von aktiven Studierenden und Akteuren der Friedensbewegung. „Wir empfinden es als zynisch, dass einerseits der Krieg in Afghanistan aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt wird, während andererseits die Bundeswehr in unseren Schulen Nachwuchs rekrutiert und an unseren Unis Rüstungsforschung betrieben wird“, meint Ben Keskow aus der Vorbereitungsgruppe, und fügt hinzu: „Wenn sich die NATO nun aus Afghanistan zurückziehen will, so ist das nur eine Strategie, um Kapazitäten für neue Kriege zu schaffen – mit Friedenspolitik hat das nichts zu tun!“

Thematisch ist der Schwerpunkt des Kongresses neben einer Analyse der Kriege weltweit, insbesondere in Afghanistan, und der Militarisierung unserer Zivilgesellschaft auf Perspektiven für die konkrete Stärkung der Antikriegsbewegung gelegt. Unter anderem gibt Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung) einen Workshop zu Kriegsberichterstattung, Christine Buchholz (Die Linke) beleuchtet die aktuelle Situation in Afghanistan und eine Schülerin von Klassenkampf Süd-West zeigt, wie Bundeswehrwerbung an den Schulen bekämpft werden kann. Dabei wollen wir auch die Perspektiven für eine stärkere Antikriegsbewegung diskutieren, unter anderem mit Hans-Christian Ströbele (Bündnis 90/Die Grünen) und Bernd Drücke (Graswurzelrevolution). Am Freitag Abend zeigt Frieder Wagner seinen Film „Deadly Dust“ und am Samstag spielt die Berliner Compagnie „Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch“.

Julia Hillebrand von der HU Berlin erklärt: „Wir hoffen, mit dem Kongress endlich auch einen Grundstein für mehr und lautere Proteste gegen die latente Militarisierung unserer Gesellschaft zu legen.“

Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das erste Podium beginnt am Freitag um 18:00 Uhr im Audimax der TU Berlin. Das ganze Wochenende über dient der Infostand im Hauptgebäude als Anlaufstelle. Weitere Informationen und ein genaues Programm findet man auf www.antikrieg.blogsport.de.

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Ricardo Cristof Remmert-Fontes: Frontex, „Krieg gegen Menschen an Europas Grenzen“ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/24/ricardo-cristof-remmert-fontes-frontex-krieg-gegen-menschen-an-europas-grenzen/ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/24/ricardo-cristof-remmert-fontes-frontex-krieg-gegen-menschen-an-europas-grenzen/#comments Tue, 23 Nov 2010 22:11:48 +0000 Administrator Workshops II http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/24/ricardo-cristof-remmert-fontes-frontex-krieg-gegen-menschen-an-europas-grenzen/ Raum MA 548. Die europäische Sicherheitsarchitektur ist erwachsen aus dem Ansatz, verschiedene Teilfelder im Bereich der Inneren und öffentlichen Sicherheit, aber auch der Geheimdienstarbeit und der militärischen Sicherheitskonzepte enger miteinander zu verzahnen. Eines der wesentlichen Ziele dieser integrierten Sicherheitsarchitektur ist die Abwehr „illegaler Migration“.

Dies wurde vor allem forciert mit der Schaffung der europäischen Grenzschutzagentur „FRONTEX“, die ganz bewußt nicht als Behörde, sondern als „Agentur“ gegründet worden ist. FRONTEX besitzt zwar teilweise exekutivische Befugnisse, soll aber in erster Linie koordinierend tätig sein. Hierzu sind bei allen nationalen Sicherheitseinrichtungen (als Polizeien, Paramilitärs, Streitkräfte und Geheimdienste etc.) der EU-Mitgliedsländer „Verbindungsstellen“ eingerichtet worden. Wichtig ist hierbei, daß FRONTEX als Agentur eben keinem Ministerium unterstellt oder dem EU-Parlament gegenüber rechenschaftspflichtig ist, sondern aus Vertretern der EU-Kommission und der Mitgliedsländer bestehenden Verwaltungsrat.

FRONTEX koordiniert also Einsätze multinationaler Einheiten verschiedener Einrichtungen und Organe gegen Flüchtlinge und kann dazu Material (Schiffe der Marine und Küstenwache, Hubschrauber, Flugzeuge, Waffen etc.) und Personal dieser Einrichtungen anfordern. Alle Mitgliedsländer stellen bestimmte Kontingente hierfür auf Abruf bereit, worüber FRONTEX eine Datenbank führt. Gleichzeitig gibt FRONTEX gezielte Informationen über Flüchtlingsbewegungen und Routen an nationale Sicherheitsorgane, damit diese effektiv eingreifen können. Darüber hinaus aber wird das Budget von FRONTEX sukzessive erhöht, wodurch eigenes Material (u.a. Schiffe und Hubschrauber) angeschafft wurde und wird.

Man kann FRONTEX also mit einer supranationalen, militärischen Einsatzzentrale zur (militärischen) Abwehr von Flüchtlingen betrachten – geführt von einem finnischen Brigadegeneral und mit permanenter informationeller Unterstützung der NATO (Aufklärungssatelliten) und Geheimdienste.

Flankiert wird die europäische Sicherheitsarchitektur aber auch durch den Aufbau europäischer Datenbank-Verbünde, die umfassende Sammlung und Speicherung von Daten aller Menschen aus möglichst vielen Lebensbereichen (Vorratsdaten, biometrische Daten, Reise- und Bewegungsdaten, Finanzdaten) ermöglichen.

Das dritte Element sind juristische Konstruktionen, die systematisch das Asylrecht und internationales Völkerrecht aufweichen bzw. umgehen. Die Beispiele sind die sog. „Drittstaatenregelung“, die Nicht-Anerkennung des Seerechts bei auf See aufgebrachten Flüchtlingen, die Dublin II-Verordnung und andere.

Ricardo Cristof Remmert-Fontes ist 1. Vorsitzender des e.V. „Aktion Freiheit statt Angst“ weitere Infos auf der Vereinshomepage und seiner Privatseite.

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Werner Ruf: Afrika im Visier der Großmächte http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/23/werner-ruf-afrika-im-visier-der-grossmaechte/ http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/23/werner-ruf-afrika-im-visier-der-grossmaechte/#comments Tue, 23 Nov 2010 21:52:35 +0000 Administrator Workshops I http://antikrieg.blogsport.de/2010/11/23/werner-ruf-afrika-im-visier-der-grossmaechte/ Raum MA 544. Im vergangenen Jahrzehnt kann geradezu von einer „Wiederentdeckung Afrikas“ gesprochen werden: Energieträger wie Öl, Gas, Uran, aber auch Gold, Diamanten, Kupfer, Lithium, Coltan sind jene Rohstoffe, die die Industrienationen dringend benötigen. Inzwischen ist China als einflussreiche Großmacht auf dem Kontinent präsent. Mit einem neuen militärischen Oberkommando (Africom) und EU-Militäreinsätzen versuchen die westlichen Mächte ihren Einfluss zu sichern …

Prof. Dr. Werner Ruf ist Professor für Internationale und intergesellschaftliche Beziehungen und Außenpolitik. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Friedens- und Konflikforschung.

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